A member of AMG Advanced Metallurgical Group, N.V.

A- A+

Anlagentechnik

VACUHEAT verfügt über die neuesten und innovativsten Vakuum-Wärmebehandlungsanlagen, die teilweise speziell auf die Bedürfnisse der prozesssicheren und wirtschaftlichen Großserienbehandlung zugeschnitten sind. Die Steuerung aller Anlagen erfolgt rechnergestützt, wobei der Wärmebehandlungsablauf über Rezepte fest vorgegeben wird. Die Steuerung schreibt während des Prozesses alle relevanten Informationen, wie Kammerdruck, Temperaturen, Zeiten, Gasflüsse und Abschreckdruck, mit und speichert diese unter der jeweiligen Behandlungschargennummer ab. Damit wird eine den Forderungen der Automobilindustrie entsprechende Rückverfolgbarkeit gewährleistet.
Weitere Anlagen für vor- und nachgelagerte Prozesse sind ebenfalls vorhanden, um Ihnen die komplette Wärmebehandlungsdienstleistung aus einer Hand anbieten zu können. So verfügt VACUHEAT über eine Reinigungsanlage, mehrere mit flüssigem Stickstoff betriebene Tiefkühleinrichtungen, Luftanlassöfen sowie eine Konservierungsanlage  zur automatisierten Ölkonservierung Ihrer Bauteile.

Im Folgenden möchten wir Ihnen einen kurzen Einblick über die bei VACUHEAT eingesetzte Vakuum- Anlagentechnik bieten.

Verkettetes Einzelkammersystem (ModulTherm®)

Die von VACUHEAT eingesetzte modulare Wärmebehandlungsanlage Typ ModulTherm® besteht aus mehreren separaten Behandlungskammern und einem verfahrbaren Transport- und Abschreckmodul mit integrierter Hochdruck-Gasabschreckung (Stickstoff) bis maximal 18 bar. Die elektrisch beheizten Behandlungskammern sind dabei stets evakuiert und auf einer definierten Stand-by Temperatur, wodurch die Kammern frei von Luftsauerstoff und -feuchtigkeit gehalten werden. Die Abschreckkammer ist dagegen eine sogenannte „kalte“ Kammer, wodurch lediglich die Wärmebehandlungscharge abgekühlt wird, was besonders im Hinblick auf die Abkühlwirkung deutliche Vorteile gegenüber einer Einkammeranlage bietet, bei der neben der Charge selbst die gesamte Heizkammer auf Temperatur gebracht und danach wieder abgekühlt werden muss.
VACUHEAT verfügt über drei baugleiche Anlagen mit insgesamt 14 Behandlungskammern, wodurch eine hohe Redundanz und Verfügbarkeit gegeben ist.
Diese selbstüberwachende Anlagentechnik kann sowohl zum Einsatzhärten und Hochtemperatur- Vakuumlöten als auch für Glühbehandlungen und zum Vergüten eingesetzt werden. Bei letztgenanntem Prozess besteht die Möglichkeit der integrierten Behandlung, d.h., die Charge kann, ohne zwischenzeitlich an Atmosphäre zu gelangen, in einer Behandlungskammer austenitisiert, danach abgeschreckt und anschließend in  einer weiteren Behandlungskammer angelassen werden, wobei die abschließende Abkühlung auf Raumtemperatur wiederum in der Abschreckkammer erfolgt. Da der gesamte Prozess mit allen relevanten Parametern unter einer Behandlungschargennummer abgespeichert wird, ergeben sich weitere Vorteile bzgl. der Rückverfolgbarkeit.

 

Nutzraum (L x B x H):

1000 x 600 x 700 mm

Nettochargengewicht:

700 kg

Arbeitstemperatur (max.):

1150 °C

Abschreckdruck (max.):

18 bar Stickstoff

Vakuum- Zweikammeranlage (VZKQ)

Bei den bei VACUHEAT eingesetzten Vakuum- Zweikammeranlagen  handelt es sich ebenfalls um Kaltwandanlagen, die aus einer Behandlungskammer und einer fest damit verbundenen Belade- und Abschreckeinheit mit einer möglichen Abschreckung von bis zu 18 bar Stickstoffüberdruck besteht. Die elektrisch beheizte Behandlungskammer ist dabei stets evakuiert und unter Temperatur, wodurch die Kammer frei von Luftsauerstoff und -feuchtigkeit ist. Die Abschreckkammer ist dagegen eine sogenannte „kalte“ Kammer, wodurch lediglich die Wärmebehandlungscharge abgekühlt wird, was besonders im Hinblick auf die Abkühlwirkung deutliche Vorteile gegenüber einer Einkammeranlage bietet, bei der neben der Charge selbst die gesamte Heizkammer auf Temperatur gebracht und danach wieder abgekühlt werden muss.
Um die Abkühlwirkung zusätzlich zu erhöhen, wird die Wärmebehandlungscharge in zwei gleich große Teilchargen aufgeteilt, die später getrennt voneinander abgeschreckt werden.
VACUHEAT verfügt über drei baugleiche Anlagen diesen Types. Dadurch ist eine hohe Redundanz und Verfügbarkeit gegeben.
Diese selbstüberwachende Anlagentechnik wird am häufigsten zum Einsatzhärten oder Härten von Großserienteilen verwendet.
Der gesamte Prozess wird mit allen relevanten Parametern mitgeschrieben und unter einer Behandlungschargennummer abgespeichert, wodurch eine Rückverfolgbarkeit der Behandlung ermöglicht wird.

Nutzraum (L x B x H):

1000 x 600 x 800 mm, aufgeteilt auf zwei Halbchargen 

Nettochargengewicht:

600 kg

Arbeitstemperatur (max.):

1150 °C

Abschreckdruck (max.):

18 bar Stickstoff

Vakuum- Mehrkammeranlage (VMKQ)

Eine weitere wirtschaftliche Behandlungsmöglichkeit von Großserienbauteilen bietet sich auf unseren VMKQ Anlagen. Diese bestehen insgesamt aus je acht fest miteinander verbundenen Behandlungskammern. Eine kalte Transferkammer wird gefolgt von sechs Heizkammern und einer Abschreckkammer, in der mit bis zu 10 bar Stickstoffüberdruck abgeschreckt werden kann. Die elektrisch beheizten Behandlungskammern sind dabei stets evakuiert und unter Temperatur, wodurch die Kammern frei von Luftsauerstoff und -feuchtigkeit sind. Die Abschreckkammer ist dagegen eine sogenannte „kalte“ Kammer, wodurch lediglich die Wärmebehandlungscharge abgekühlt wird, was besonders im Hinblick auf die Abkühlwirkung deutliche Vorteile gegenüber einer Einkammeranlage bietet, bei der neben der Charge selbst die gesamte Heizkammer auf Temperatur gebracht und danach wieder abgekühlt werden muss. Der Transport der Charge innerhalb der Anlage erfolgt mit Hilfe eines Hubbalken-Systems nach vorgegebener Taktzeit. Die Temperaturen in den einzelnen Heizkammern und die Taktzeit lassen sich bauteil- und werkstoffgerecht anpassen. Eine weltweit einzigartige Möglichkeit bietet sich mit der Plasmaoption unserer VMKQ-Anlagen. Dabei werden die ersten zwei der sechs Heizkammern zum Aufheizen auf Aufkohlungstemperatur verwendet. In der dritten Kammer findet die plasmagestützte Anreicherung der Randzone des Bauteiles mit Kohlenstoff statt, der beim Verweilen der Charge in den folgenden drei Kammern auf die gewünschte Tiefe eindiffundiert, bevor die Bauteile in der kalten Abschreckkammer abgehärtet werden. Durch die präzise Steuerung der Verweilzeiten der Bauteile in den Kammern der selbstüberwachenden Anlage, lässt sich jeder gewünschte Härte- Tiefenverlauf reproduzierbar einstellen.
Die Anlage bietet sich besonders für die Serienfertigung kleinerer Bauteile an, wobei auch hier, wie bei allen Anlagen der VACUHEAT, ein Mitschreiben und Abspeichern aller relevanten Parameter unter einer Behandlungschargennummer erfolgt.

Nutzraum (L x B x H):

400 x 400 x 400 mm je Behandlungskammer

Nettochargengewicht:

250 kg

Arbeitstemperatur (max.):

1050 °C

Abschreckdruck (max.):

10 bar Stickstoff

Einkammeranlage

Die mit einer Diffusionspumpe ausgestattete Einkammeranlage ist besonders für das Hochtemperatur- Vakuumlöten und das Härten bzw. Vergüten von hochlegierten Stahlqualitäten sowie sämtliche Glühverfahren geeignet. Bei diesem Anlagentyp werden die Bauteile bei Raumtemperatur in eine Kammer eingestellt in welcher die Erwärmung und auch Abkühlung/Abschreckung erfolgt. Die Programmsteuerung kann dabei über ein Thermoelement, welches direkt in der Charge positioniert werden kann, erfolgen. Dies wird besonders bei Lötaufgaben erforderlich, da dadurch eine zusätzliche Prozesskontrolle sowie im Zusammenhang mit den aufgezeichneten und abgespeicherten Behandlungszeiten und -drücken eine Aussage über die Güte der Lötverbindung getroffen werden kann.
Die selbstüberwachende Anlage sichert diese Informationen unter einer Behandlungschargennummer, wodurch eine Rückverfolgbarkeit gewährleistet ist.

Nutzraum (L x B x H):

1200 x 800 x 800 mm

Nettochargengewicht:

700 kg

Arbeitstemperatur (max.):

1250 °C

Abschreckdruck (max.):

10 bar Stickstoff