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Ein junges Unternehmen mit Geschichte

Am Anfang der Unternehmenshistorie von ALD stehen große Entrepreneure der Vakuumtechnik: Wilhelm Carl Heraeus (1827 - 1904) und Ernst Leybold (1824 - 1907), die Gründer der beiden Firmen sowie das 1873 von Rösler gegründete Unternehmen Degussa, das sich im wesentlichen mit der Scheidung und Weiterverarbeitung von Edelmetallen beschäftigte, in denen die Wurzeln von ALD liegen. Hier ein kurzer historischer Rückblick:

Ursprünge

1850

In "Cöln" wird die Firma E. Leybold gegründet.

1851

In Hanau entsteht die Firma W.C. Heraeus.

1873

In Frankfurt wird die Firma Degussa gegründet.

Wichtige Entwicklungen

1911

Bereits vor dem ersten Weltkrieg gelingt beiden Unternehmen unabhängig voneinander, der Eintritt in die industrielle Vakuumtechnik. Leybold entwickelte Vakuumpumpen.

1913

1911 die erste Molekularpumpe und 1913 die erste Diffusionspumpe, die bahnbrechend waren für die Weiterentwicklung der gesamten Vakuumtechnik. W. C. Heraeus stellt in dieser Zeit erste Legierungen unter Vakuum her.

1925

Aus den für den Scheideprozeß von Edelmetallen erforderlichen cyanidischen Salzen entwickelte sich die Wärmebehandlungstechnik in Salzschmelzen. In der Abteilung Durferrit werden diese Salze produziert, der Degussa Ofenbau stellt die Öfen her.

1952

Zusammen mit der Degussa AG und der Metallgesellschaft AG gründet Leybold die Leybold-Hochvakuum-Anlagen GmbH.

1960

Erster Schachtofen zum Aufkohlen durch den Degussa-Industrieofenbau hergestellt.

1963

Erster Vakuum-Glühofen durch den Degussa-Industrieofenbau hergestellt.

1966

Vierzehn Jahre später gründet W. C. Heraeus den Bereich Vakuumtechnik in die Heraeus Hochvakuum GmbH aus. Beide Gesellschaften fusionieren anschließend zur Leybold-Heraeus GmbH.

1968

Erster Mehrzweckkammerofen zum Einsatzhärten durch den Degussa-Industrieofenbau hergestellt.

1969

Erster Durchlaufsinterofen für Uran-Oxid-Brennelemente durch den Degussa-Industrieofenbau hergestellt.

1971

Erster Vakuum-Sinterofen für Hartmetalle durch den Degussa-Industrieofenbau hergestellt.

1974

Erster Durchlaufsinterofen für Misch-Oxid-Brennelemente (Uran und Plutonium) durch den Degussa-Industrieofenbau hergestellt.

1981

Erster Vakuumkammerofen für die Werkzeughärtung mit 6 bar Überdruck durch den Degussa-Industrieofenbau hergestellt.

1984

Bau des ersten 60 bar Sinter - HIP Ofens zur Herstellung von Hartmetall-Bauteilen durch den Degussa-Industrieofenbau.

1987

Erster Vakuumkammerofen für die Härtung von  mittel - legierten Stählen mit 20 bar Überdruck unter Verwendung von Helium durch den Degussa-Industrieofenbau hergestellt.

1991

Zusammenführung der Geschäftsbereiche Degussa Industrieofenbau und Durferrit Verfahren sowie des Bereiches der Vakuum-Metallurgie / Großanlagenbau in der Gesellschaft Leybold Durferrit GmbH.

1994

Aus dem Gemeinschaftsunternehmen Leybold-Durferrit GmbH entsteht die ALD Vacuum Technologies GmbH, die als dritte technologische Säule das vakuumthermische Recycling entwickelt.
Neuordnung der Produktlinien, wobei ALD sich auf die vakuum basierten Prozeßtechniken konzentriert.
Einführung und Ausbau von vakuumthermischen Recycling-Techniken, die später mit dem Philip Morris Preis ausgezeichnet werden.

1995

Bau der ersten „kalten Abschreckkammer“ mit einem Abschreckdruck bis 40 bar und der Verwendung von Helium zum Härten von niedrig legierten Stählen.

1996

Einführung der Vakuum-Aufkohlungstechnik mit Propan, Bau des ersten Einkammerofens.

1997

Die hundertprozentige Übernahme von ALD durch die US-Gesellschaft Safeguard International Fund L.P. liefert entscheidende Impulse für die Erweiterung des ALD-Geschäftsmodells, die in den Folgejahren sukzessive implementiert wird.
Erste industrielle Großanwendung der Vakuumeinsatzhärtung für PKW Getriebe.

1998

Bau des ersten Zweikammerofens zum Einsatzhärten mit Propan und Helium.

1999

1999 Das umfangreiche technologische Know How und die langjährigen Marktkenntnisse ermöglichen es ALD, sich in Wachstumsfeldern der Zukunft an die Spitze der Entwicklung zu setzen. Das Unternehmen ändert seine Rechtsform in AG.
Recycling - Beteiligungsgesellschaften Accurec und Z.E.R.O. gegründet.
Die Own & Operate GmbH wird als Tochterunternehmen gegründet.
Wärmebehandlung – Die VACUHEAT GmbH wird als erstes Vakuum-wärmebehandlungszentrum der ALD in Limbach-Oberfrohna als Joint Venture zwischen der ALD AG und der Gruppe HEAT oHG gegründet.

2000

Gründung ALD Lindgren in Toronto, Kanada.
Gründung ALD Thermal Treatment, inc., Columbia, South Carolina.
Gründung eines Liaisonoffice in Shanghai.
Übernahme des Geschäftsfeldes Beschichtungstechnologie von der Leybold AG.

2001

ALD eröffnet ein Wärmebehandlungszentrum in Columbia, South Carolina, USA.

2002

Bau der ersten Anlage vom Typ ModulTherm.
Lizenzabkommen mit Yangcheng Fengdong intensiviert Geschäft im chinesischen Markt.

2003

Kooperationsvertrag für den nordamerikanischen Markt mit AFC Holcroft.
Kooperation für Sprühformanlagen mit Osprey.

2004

Lizenzvertrag mit Daido Steel Japan.

2005

Gründung der ALD TT Port Huron zur Wärmebehandlung von Teilen von 6-Gang-Automatikgetrieben. Gründung des Joint Ventures ALD Holcroft mit dem amerikanischen Unternehmen AFC Holcroft zur Vermarktung neuer Vakuumtechnologien in USA

2006

Produktionsbeginn bei ALD TT Port Huron.

2007

Gründung der ALD Tratamientos Termicos S.A. de C.V., in Ramos, Mexiko, zur Wärmebehandlung von Teilen von 6-Gang-Automatik-Getrieben.
Übernahme, zusammen mit einem Partner, der ehemaligen Produktionsstätte von CNH in Berlin zur Produktion von Öfen zur Herstellung von Solarsilizium. Das neue Tochterunternehmen firmiert unter ALD Industrie- und Montagepark Staaken GmbH (http://www.ald-imp.de)

2010

Beteiligung an der Firma Dynatech Furnaces (http://www.dynatechfurnaces.com), Bombay und Übernahme der Mono2TM Technologie von BP Solar.

2016

ALD Vacuum Technologies übernimmt die restlichen 50% Anteile des Joint-Venture ALD-Holcroft und benennt dieses Unternehmen in ALD Vacuum Systems um

2016

Umzug an den Otto-von-Guericke-Platz 1, Konzentration aller Abteilungen an einen Standort
63457 Hanau 

2017

Umzug verschiedener Läger in das neue Zentrallager am Otto-von-Guericke-Platz 4. Zum ersten mal sind alle Abteilungen an einem Standort zusammengefasst.